schilddrüse

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Knapp unter unserem Kehlkopf sitzt unsere Schilddrüse, die für unseren Körper wichtige Hormone T3 und T4) für den Stoffwechsel zur Verfügung stellt. Diese Stoffwechselhormone haben keinen unerheblichen Einfluß auf unsere mentale Verfassung, den allgemeinen Energiehaushalt und unseren Kreislauf. Funktioniert die Schilddrüse nicht richtig spürt man die klassischen Symptome einer sogenannten Schilddrüsenunterfunktion: man kommt früh nicht richtig aus dem Bett und fühlt sich allgemein antriebslos. Die Haut ist trocken, man ist besonders empfindlich gegen Kälte und das Abnehmen will auch nie wirklich gelingen. Bei Frauen kommen Menstruationsunregelmäßigkeiten dazu und möglicherweise Schwierigkeiten schwanger zu werden.

Wenn der behandelnde Arzt nun überhaupt die Fehlfunktion der Schilddrüse erkennt, wird er wahrscheinlich Medikamente oder eine Hormonbehandlung veranlassen. Aber bevor Sie diese Eingriffe in ihren Stoffwechsel zulassen, versuchen Sie es lieber mit ein paar ganz natürlichen Umstellungen ihrer Lebensweise. Dazu gehört sowohl auf die richtigen Lebensmittel zu setzen als auch hin und wieder die richtige Yoga-Übung zu machen:

Grünes Gemüse sollte gekocht werden – und Achtung vor zuviel Soja

Es ist kein Geheimnis, dass Jod für die richtige Funktion der Schilddrüse unerlässlich ist. Die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) werden aufgrund der Anzahl ihrer Jodmoleküle als T4 (vier Jodmoleküle) und T3 (drei Jodmoleküle) bezeichnet. Ohne Jod kann Ihr Körper diese Schilddrüsenhormone einfach nicht bilden und die Folge ist dann die berüchtigte Schilddrüsenunterfunktion. Eine der jodhaltigsten Gemüsesorten sind Spinat, Grünkohl und Broccoli.

Doch Vorsicht damit ist angebracht. Kohlgemüse sind als „Goitrogene“ bekannt. Werden sie nicht gekocht, sondern roh verzehrt, können ihre Substanzen die Funktion der Schilddrüse unterdrücken, indem sie die Aufnahme von Jod blockieren. Stellen Sie sicher, dass Sie Ihren Kohl vor dem Verzehr leicht kochen, damit er keine negativen Auswirkungen auf die Schilddrüse hat. Eine ähnliche Wirkung haben übrigens alle Soja-Produkte. Auch sie können bei einer zu großen Menge die Jod-Produktion blockieren.

Algen essen – aber nicht zuviel davon

Algen sind DIE idealen Jod-Spender und für die Schilddrüse quasi eine Art Superfood. Allerdings ist die Menge an Jod auch problematisch. Der Mensch braucht für die ausreichende Funktionsweise seiner Schilddrüse nicht mehr als acht Gramm Jod pro Tag. Die Braunalge, mit dem Namen „Kombu“ enthält pro getrocknetes Kilo mehr als viermal so viel. Und auch deutlich zu viel Jod kann einer – gerade vorher möglicherweise beeinträchtigten – Schilddrüse zu schaffen machen.

Alles Gute kommt aus dem Meer

Besonders hohe Dosen an Jod hat Fisch. Und da vor allem Meerfisch. Schon zwischen 50 und 150g von Scholle, Kabeljau oder Seelachs reichen, um den menschlichen Tagesbedarf zu decken. Auch Garnelen und Miesmuscheln sind voller Jod. Nach Expertenmeinungen reichen eine bis zwei reichliche „Meerfisch-Mahlzeiten“ pro Woche aus, um sich über seinen Jod-Haushalt keine großen Gedanken mehr machen zu müssen.

Neben Jod sind auch Zink und vor allem Selen wichtig

Für die richtige Ausbalancierung der Schilddrüsenhormone sorgt vor allem das Spurenelement Selen. Und das findet sich in größeren Mengen in Pilzen (vor allem Steinpilzen), in Nüssen, in Sonnenblumenkernen, Haferflocken … und … Brot.

Vorsicht mit Milch-Produkten – keine Gluten

Lebensmittel, die Milchprodukte und Gluten enthalten, können mit körpereigenen Organen wie der Schilddrüse „kreuz-reagieren“ und so zu einer Autoimmun-Reaktion führen. Diese beeinträchtigt die Funktion einer eigentlich gesunden Schilddrüse erheblich.

Nehmen Sie Stress ernst

Eine niedrige Schilddrüsenfunktion wird häufig nach einem signifikanten Lebenstrauma oder einer Stress-Belastung ausgelöst, die die gesunde Schilddrüsenhormonproduktion stören kann. Es hat sich gezeigt, dass Situationen mit hohem Stress die Umwandlung von weniger aktivem Schilddrüsenhormon (Free T4) in aktiveres Free T3 verringern, was wiederum die optimale Schilddrüsenfunktion beeinträchtigt.

Eine perfekte Übung zur Entstressung ist das richtige Atmen. Etwa fünfmal am Tag sollten Sie sich entspannt hinsetzen und die Augen schließen. Dann für etwa eine halbe Minute tief durch die Nase ein- und ausatmen.

Es sind vor allem die Stress-Hormone Cortisol und Adrenalin, die die Funktion unserer Schilddrüse beeinträchtigen. Und diese Stresshormone werden vor allem dann effektiv gesenkt, wenn Sie ihrem Körper regelmäßig acht Stunden Nachtschlaf schenken.

Schilddrüse entspannen – das sind die besten Yoga-Übungen

Die Schilddrüse sitzt knapp unterhalb unseres Kehlkopfes. Und dort kann sie bei ständig falscher Körperhaltung auch gequetscht und so an ihrer gewohnten „Arbeitsweise“ gehindert werden. Um den Halsbereich zu entspannen und die Schilddrüse vor zu starker Belastung zu schützen, haben sich verschiedene Yoga-Übungen als besonders effektiv erwiesen.

Es sind vor allem drei Asanas, die immer wieder empfohlen werden. Die erste heißt Viparitakarani und besteht darin sich auf den Rücken zu legen und die Beine im rechten Winkel nach oben an einer Wand abzulegen. Die zweite ist der sogenannte Fisch (Matsyasana), wobei auf dem Rücken liegend der Oberkörper mit angewinkelten Ellenbogen angehoben und der Kopf weit in den Nacken gelegt wird.

Die dritte Übung ist der sogenannte Pflug (Halasana), wobei in auf dem Rücken liegender Position die Beine gestreckt über dem Kopf gestreckt nach hinten abgelegt werden, bis die Füße den Boden berühren. Besonders dankbar ist ihre Schilddrüse übrigens auch für regelmäßige Pilates- und Tai-Chi-Übungen.

Wie finde ich schnell heraus, ob meine Schilddrüse krankhaft vergrößert ist?

Am besten über einen Schluck-Test. Dazu nehmen Sie einen Schluck Wasser legen den Kopf in den Nacken und schlucken das Wasser hinunter. Sollte sich ihr Hals in Höhe der Schilddrüse, also knapp unterhalb des Kehlkopfes unnatürlich weiten und vergrößern ist es Zeit einen entsprechenden Arzt aufzusuchen.

Welche Ärzte sind die richtigen für mich?

Manchmal kann die normale Schilddrüsenfunktion, durch gute Ernährung, den Einsatz von Heilkräutern, durch Nahrungsergänzungsmittel und Stressabbau wiederhergestellt werden. Sollte das Ihnen nicht gelingen und sollten Sie nach wie vor die oben genannten Symptome bemerken, dann helfen möglicherweise auch Medikamente oder langfristige Behandlungen. Dabei kann ein naturheilkundlicher Arzt zusammen mit Ihrem Hausarzt oder einem spezialisierten Endokrinologen zusammenarbeiten, um gemeinsam den Weg zu finden, um Ihre Schilddrüse wieder auf den Weg zu einer optimalen Funktionsweise zu bringen

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